Zürich in der Dämmerung

Die Bilder hier sind am 2. Oktober 2012 entstanden. Einfach morgens auf dem Weg zur Arbeit etwas mehr Zeit eingerechnet und mal eben einen Parkplatz angesteuert. Die Kamera und das Stativ hatte ich schon eine ganze Weile im Auto weil ich wusste, dass ich die Bilder irgendwann machen wollte. Allerdings muss man gelegentlich halt etwas Geduld haben. Das Licht muss stimmen, die Wolken sollten nicht einfach ein grauer Deckel sein sondern etwas Struktur bieten und dann benötigt man auch noch die richtige Laune für einen Fotostopp. Mir jedenfalls geht es normalerweise so. Ich kann nicht fotografieren wenn ich die nötige Ruhe nicht habe.

Alle Bilder habe ich mit verschiedenen Belichtungen erstellt und mich jetzt gerade gefragt was denn eigentlich in dem Zusammenhang „richtig“ ist? Aber ich glaube es spielt vor allem auch eine Rolle was man denn eigentlich zeigen will? Oder noch besser: Was dem Fotografen gefällt? Ist es nicht eigentlich egal was als Richtig oder Schön gilt? Ich glaube es ist eigentlich so: Richtig und schön ist ein Bild wenn man es selber schön findet oder?

Rückstand…

Rückstand…

Eine Frage die wohl alle Hobbyfotografen (und vielleicht auch die Anderen) beschäftigt: Wie bekommt man eigentlich die vielen tausend Bilder unter Kontrolle die da auf der Festplatte liegen und auf bessere Zeiten warten?

Lange war ich immer unterwegs, hab überall her einige dutzend oder einige hundert Bilder mitgebracht, diese auf den Rechner geschaufelt, durchgesehen und mir vorgenommen damit mal „etwas“ zu machen. Und dabei ist es leider häufig geblieben. In den letzten Tagen und Wochen habe ich immer mal wieder einzelne Ordner durchgesehen und aufgeräumt. Was dabei vor allem passiert ist, dass ich in Lightroom die Taste „X“ betätige. Also „Bild abgelehnt“! Die meisten der Ordner schrumpfen damit mal um gut und gerne 50%. Warum das so ist? Nun, weil ich früher immer geglaubt habe man könne auf digitalem Weg aus jedem Bild noch etwas raus holen. Heute weiss ich, dass dem nicht so ist.

Ist das jetzt gut oder schlecht? Eigentlich ist das wohl ganz gut. Könnte man nämlich aus jedem, noch so schlechten Bild, etwas zaubern, wo bliebe da die Herausforderung? Der Reiz des Fotografierens? Man müsste sich ja gar nicht mehr bemühen sondern könnte alles daheim am Rechner machen.

Die Frage wie man jetzt Ordnung ins Chaos bringt ist damit aber noch nicht beantwortet! Ich habe mir zwei Schritte vorgenommen die mir helfen:

  1. Alles was an neuen Bildern kommt wird sofort(!) gesichtet. Bilder von ein und dem selben Objekt werden bewertet und nur das Beste behalten. Der Rest umgehend gelöscht und zwar ohne wenn und aber. Ich habe es nämlich in der Vergangenheit nur in etwa zwei Fällen erlebt, dass ich ein Bild tatsächlich vermisst habe. Alles was dann noch bleibt wird so schnell wie möglich weiterverarbeitet. Zu was auch immer 🙂 In jedem Fall habe ich damit die Flut etwas eingeschränkt und kann besser die Übersicht behalten.
  2. Die alten Ordner werden bei jeder Durchsicht ähnlich verarbeitet. Einer nach dem Anderen. Und daraus kann ich hoffentlich viele, schöne Blogbeiträge basteln 🙂

Was ich mich jetzt noch Frage (und da haben andere vielleicht gute Rezepte): Wie bekommt man die Bilder für den Blog am besten sortiert? Macht ihr das auf WordPress in separaten Ordnern? Oder legt ihr die Bilder auf eurer Festplatte schon in einzelnen Ordnern für jeden Beitrag ab?

Und damit es hier jetzt auch noch Bilder gibt habe ich doch gestern tatsächlich schon einiges geschafft. Dabei habe ich Bilder sortiert die 2011 im Urlaub in Scuol (Engadin) entstanden sind. Von den Meisten weiss ich aber natürlich nicht mehr so genau wo ich sie geschossen habe. Ein weiteres Problem wenn man sie nicht zeitnah verarbeitet und mit den entsprechenden Geotags versieht…